Baugemeinschaft Berlin

2000er Jahre: Rückkehr der Baugruppen nach Berlin

In Berlin brach der intensive Wohnungsneubau der Nachwendezeit um die Jahrtausendwende zusammen. Jahrelang wurden kaum neue Wohnungen errichtet. Zugleich wurden in begehrten Lagen die attraktiven Altbauwohnungen knapp. Aber kaum ein Bauträger traute sich, Wohnprojekte aufzulegen. In diesem Vakuum bildeten sich Baugruppen auf der Suche nach passendem Wohnraum in ihrem Kiez und nahmen das Heft einfach selbst in die Hand. Oft geschah dies durch Initiative von Berliner Architekten. Vereinzelt brachten auch Baugruppenveteranen aus Süddeutschland ihre Erfahrungen nach Berlin mit.

BaugemeinschaftBaugemeinschaft 2000

Der Anfang war schwer – viele Baugruppeninitiativen scheiterten. Typische Stolpersteine waren die Grundstückssuche, die Formulierung einheitlicher Gruppenziele und der häufige Mangel an professioneller Betreuung und Vertretung der unerfahrenen Bauherren.

Noch immer schreckt viele grundsätzlich an gemeinschaftlichen Wohnprojekten Interessierte die Vorstellung ab, an aufreibenden basisdemokratischen Diskussionen teilnehmen zu müssen – noch dazu mit unklarer Realisierungschance. Doch diese Befürchtung ist mittlerweile überholt.