Baugemeinschaft Berlin

Wohnungsbestand entspricht nicht mehr heutigen Anforderungen

Zum Verständnis der Wohnungsknappheit muss man zunächst wissen: der Berliner Wohnungsbestand wird in vielerlei Hinsicht heutigen Anforderungen an das Wohnen nicht mehr gerecht.

Am besten akzeptiert werden dabei noch die bis 1914 errichteten Altbauten mit ihren oft großzügigen Räumen und ansprechenden Fassaden. Doch diesen Altbauwohnungen fehlen in der Regel wichtige Merkmale, die oft nur mit unverhältnismäßigem Aufwand nachzurüsten sind: Stellplätze auf dem Grundstück, Terrassen/Balkone, Barrierefreiheit, effiziente Grundrisse (s. hierzu auch „Alternativen > Altbau oder Neubau“).

Der seit dem ersten Weltkrieg bis heute entwickelte Wohnungsbestand ist hingegen nahezu ausschließlich Ergebnis staatlicher Regulierung. Seitdem hat es in Berlin nur in sehr geringem Umfang frei finanzierten Wohnungsbau gegeben. Der Nachteil des öffentlichen gegenüber dem frei finanzierten Wohnungsbau ist aber, dass häufig nicht im gleichen Maße gefragt wird, ob den (zukünftigen) Bewohnern Haus und Wohnung gefällt oder nicht.

Trotz aller guten Gründe für den öffentlichen Wohnungsbau sind auf diese Weise über fast 100 Jahre hinweg zu oft Wohnungen entstanden, die vielen Wohnungssuchenden nicht gefallen.

Im Ergebnis scheidet für viele – zunehmend anspruchsvollere – Wohnungssuchende ein großer Teil der angebotenen Wohnungen aus, weil diese zu stark vom Ideal abweichen: Gesucht wird oft eine effizient und zugleich großzügig geschnittene Wohnung (ein schwieriger Spagat) mit Balkon/Terrasse, Aufzug und möglichst Stellplatz in einem ansprechenden Gebäude – und die gibt es kaum.

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